Prof. Dr. Max Otte

 

 

Max Otte kam am 7.10.1964 in Plettenberg/Westfalen als Sohn des Berufsschullehrers Max Otte (1928 – 1983) und seiner Frau Lore, geborene Hauter, zur Welt. Er hat einen jüngeren Bruder, den Discjockey Jojo Otte. Den Namen Max nahm er anstelle des Taufnamens Matthias 1989 nach dem frühen Tod des Vaters an.

 

Studium

Von 1974 bis 1983 besuchte Max Otte das städtische Gymnasium Plettenberg (heute Albert-Schweitzer-Gymnasium) und schloss zusammen mit einer Mitschülerin als Jahrgansstufenbester ab. Zunächst interessierte sich Otte nicht für Sprachen. Mehrere Sprachreisen nach England weckten aber sein Interesse für diese Land und die englische Sprache. Ottes Interesse galt Geschichte und Philosophie, sowie Mathematik und Physik und Weltraumtechnik. Im Jahr 1978 besuchte er den Raketenpionier Hermann Oberth.

 

Schon früh war Otte von den Vereinigten Staaten von Amerika fasziniert und beschloss, bei passender Gelegenheit auszuwandern. Im Jahr 1982 organisierte er eine längere Sommerreise zu Verwandten in den Mittleren Westen und nach Washington, D.C. Die finanzielle Situation der Familie erlaubte es aber nicht, ein Bachelor-Studium an einer Spitzenuniversität in den USA zu beginnen.

 

Von 1983 bis 1986 und dann wieder von 1987 bis 1989 studierte Otte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften an der Universität zu Köln. Von 1986 bis 1987 studierte Otte politische Wissenschaften und Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finance und Marketing, an der American University in Washington, D.C. Im Laufe seines Studiums erhielt Max Otte zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.

1989 schloss Otte als Diplom-Volkswirt mit der Note 1,6 ab.

 

Seine Diplomarbeit wurde von Prof. Dr. Karl Kaiser, dem langjährigen Direktor des Forschungsinstituts der deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. betreut. Ebenso wurde Otte von Prof. Dr. Gerhard Fels, dem damaligen Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft und Prof. Dr. Christian Watrin gefördert.

Im Jahr 1989 ging Max Otte durch ein Woodrow-Wilson-Fellowship (auf drei Jahre angelegtes Promotionsstipendium) an die Princeton University. Direktor des Doktorandenprogramms war zu dieser Zeit der spätere U.S.-Notenbankpräsident Ben Bernanke.

 

 

Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Max Otte

 

Erste berufliche Stationen

Schon als Schüler machte Max Otte viele berufliche Erfahrungen. Sein erstes Geld verdiente er – wie sein späteres Investmentvorbild Warren Buffett – mit dem Austragen von Zeitungen, in diesem Fall die evangelische Kirchenzeitung Unsere Kirche.

Bei seinem Praktikum bei der Sparkasse von 1822, die damals ein Marktführer im Optionsscheinhandel war, konnte er den Börsencrash von 1987 hautnah auf dem Börsenparkett miterleben.

 

Von 1994 bis 1995 war Otte am Aufbau der Beratungsdienst des Centrums für Hochschulentwicklung an der Bertelsmann-Stiftung beteiligt. In dieser Zeit veröffentlichte er einen Artikel über modernes Hochschulmanagement.

Im Jahr 1997 stieg Max Otte nach seiner Promotion als Senior Project Manager für den öffentlichen Sektor bei Arthur D. Little International, Inc. ein. Er verantwortete als Projektmanager unter anderem als Coach eines internen Projektteams eine umfassende Studie zur Reorganisation des Bundesministeriums für Wirtschaft für den damaligen Minister Günter Rexrodt.

Seitdem nimmt Otte keine bezahlten Beratungsaufträge für Ministerien und öffentliche Organisationen mehr an. Privat und ehrenamtlich engagiert sich Otte in dieser Richtung weiter.

 

Professor und Unternehmer

Ab Herbst 1998 war Otte Assistant Professor (Tenure Track) for International Relations am Department of International Relations der Boston University. Sein Probevortrag „The Euro and the Future of the European Union“ vom April 1998 diagnostizierte eine falsche Konstruktion der Eurozone und sagte ernsthafte Probleme für die Eurozone voraus. An der Boston University unterrichtete Max Otte International Economics, International Trade, International Finance und International Organization & Management.

Bereits im Dezember 1998 hatte Max Otte bei der Lektüre eines gut geschriebenen Artikels über die Aktie des Internethändlers Amazon auf der Netzseite www.fool.com seine unternehmerische Vision, die ihn bis heute leitet:

  • Finanzen und Finanzinformationen für Privatinvestoren sowie Bürgerinnen und Bürger allgemeinverständlich, nutzbringend und humorvoll zu präsentieren.
  • Dabei das Internet zu nutzen.
  • Ausschließlich für Bürgerinnen und Bürger tätig zu sein, also Privatkunden zu haben.
Die Verhandlungen mit den Machern des Motley Fool scheiterten jedoch daran, dass Otte eine Unternehmensbeteiligung wünschte, während die Gründer einen Angestellten suchten. Das von Otte bereits ausgesuchte Team ließ sich vom Motley Fool anwerben. Otte ging ein kurzlebiges Joint Venture mit http://www.wallstreet-online.de ein, das unter anderem daran scheiterte, dass wallstreet-online kurzfristige und tradingorientierte Nutzer hatte, während für Otte der langfristige Vermögensaufbau im Vordergrund stand.

Im Jahr 2000 ging Otte ein Joint Venture mit der freenet ag ein, das allerdings bereits 2002 eingestellt wurde, weil freenet im Zusammenbruch der New Economy die notwendige Anschlussfinanzierung nicht aufbrachte. Zusammen mit der OnVista AG erwarb Otte die Insolvenzmasse und führte das Unternehmen weiter, bevor er Ende 2003 an die OnVista AG verkaufen musste. Gleichzeitig hatte er aber eine Finanzberatung gegründet.

Otte ist Gründer der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH in Köln, einem Finanzanalyseinstitut, das Informationen für Privatanleger bereitstellt. Außerdem wird der am 17. März aufgelegte PI Global Value Fund von der von Max Otte gegründeten Privatinvestor Verwaltungs AG beraten. Seit 1. Juli 2013 berät Max Otte den in Deutschland aufgelegten Max Otte Vermögensbildungsfonds.

2001 erhielt Otte einen Ruf als Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre (C-3) an die FH Worms. Dort lehrte er Marketing, International Business Studies, sowie Finanzierung und Investition in den Fachbereichen Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft sowie Tourismus.

2011 erhielt Otte einen Ruf als Universitätsprofessor für quantitative und qualitative Unternehmensführung im Angestelltenverhältnis an das Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Vortragsthemen:

  • Weltfinanzsystem
  • Investieren in Aktien
  • Faire Wirtschaftsordnung
  • Unternehmenskultur
  • Management und Entrepreneurship
  • Risikomanagement
  • Diagnose der Jetztzeit