Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher
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Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, im Jahre 1950 geboren, ist promovierter Mathematiker (RWTH Aachen, 1974) und Wirtschaftswissenschaftler (Universität Karlsruhe, 1976). Seit 1987 leitet Prof. Radermacher das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW). Seit diesem Zeitpunkt ist er auch Professor für Datenbanken und KI an der Universität Ulm. Das Institut erarbeitet integrierte Systemlösungen in informationstechnisch anspruchsvollen interdisziplinären Themenbereichen, wie z.B. Integrierte Produktionssysteme, Unternehmensintegration, Umweltinformationssysteme, Kommunikationssysteme...

Im Laufe seiner wissenschaftlichen Laufbahn übte Prof. Dr. Dr. Radermacher zahlreiche verantwortungsvolle Tätigkeiten aus. Er dozierte an verschiedenen Universitäten in den Bereichen Angewandte Informatik, Datenbanken und Künstliche Intelligenz. War von 1988-1992 Präsident der Gesellschaft für Mathematik, ökonomie und Operations Research. Seit 1990 ist Radermacher Mitglied in zahlreichen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Organisationen, z.B.: der Zukunftskommission Wirtschaft 2000, (1992-1993) dem Ausschuss "Forschung und Technologie" der Gesellschaft für Informatik e.V., (seit 1993) dem "Information Society Forum" der Europäischen Kommission, (seit Anfang 1995) Leiter der Arbeitsgruppe 4 "Sustainability in an Information Society", (seit 1997) Sprecher der Arbeitsgruppe 3 "Nachhaltige Entwicklung und Informationsgesellschaft" und im Forum Info 2000 / Forum Informationsgesellschaft 21 der Bundesregierung (seit 1997).

Weitere Tätigkeiten sind 1997 Berufung in den wissenschaftlichen Beirat der EXPO 2000 GmbH für die Themenbereiche "Planet of visions" und "Das 21. Jahrhundert". 2000 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW). Prof. Dr. Dr. Rademacher ist Autor von über 200 wissenschaftlichen Arbeiten aus den Bereichen Angewandte Mathematik, Operations Research, angewandte Informatik, Systemtheorie sowie tangierten Fragen der Technikfolgenforschung und der Ethik/Philosophie. Gesellschafts-politische Interessenschwerpunkte betreffen den übergang in die Informationsgesellschaft, lernende Organisationen, Umgang mit Risiken, Fragen der Verantwortung von Personen und Systemen, umweltverträgliche Mobilität, nachhaltige Entwicklung, überbevölkerungsproblematik. Er setzt zumindest 2 Ziele als Gegenstand einer universellen (Welt-) Ethik, die Beachtung der Würde des Menschen und der Erhalt einer intakten Umwelt.
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